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Fachliche Informationen sowie eigene Erfahrungen über die Krankheiten:

Buerger Syndrom und Polyathritis sowie diverse Infos über Medikamente

Vorwort

 

In den folgenden Artikeln gebe ich mein bislang erfahrenes Fachwissen im Bezug auf meine eigenen Erkrankungen, erfolreichen und erfolglosen Behandlungsmethoden, sowie Erfahrungen mit diversen Medikamente wieder.

Diese Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Sie ersetzen keinesfalls den Arztbesuch bei gleicher oder ähnlicher Erkrankung.

Auch die Erfahrungen und Wirkungsweise der Medikamente sind lediglich Anhaltspunkte aus eigener Erfahrung und nicht zu verallgemeinern, denn jeder Mensch reagiert anders auf Medizingebrauch.

 

 

 

Das Buerger-Syndrom

 

Das Buerger-Syndrom mit dem medizinischen Namen Trombeangiitis obliterante hat seinen Namen nach seinem ersten Entdecker, dem Mediziner welcher die Krankheit 1908 zum ersten Mal beschrieben hat. Es handelt sich hierbei um eine schubweise verlaufende, entzündliche Gefäßerkrankung, welche hauptsächlich bei jungen männlichen Rauchern im Alter von 20-40 Jahren auftritt. Die Ursache dieser Erkrankung ist bis heute noch unbekannt, aber aufgrund der bisherigen Forschungen und Beobachtungen vermutet man einen sehr starken Zusammenhang zwischen dieser Krankheit und dem Nikotingenuss. Es könnte sich ohne weiteres um eine schleichend auftretende Nikotinallergie handeln. Heilbar ist die Krankheit bis heute nicht, aber man hat festgestellt, dass das Buerger-Syndrom durch sofortigen Nikotinentzug gestoppt werden kann. Diese Tatsache ist eine der Indizien, das ein direkter Zusammenhang zwischen dem Rauchen und der Krankheit besteht. Das zweite Indiz ist die Tatsache, das es einem an Buerger erkranktem Raucher weitaus schwerer fällt, dem Nikotin zu entsagen, wie einem gesunden Raucher. Die Krankheit greift dermaßen in die menschliche Psyche ein so das es lediglich rund 15% der Erkrankten schaffen das Nikotin zu entziehen. Von dieser Schwierigkeit kann ich aus eigener Erfahrung berichten. Ich habe es auch nur mit Hilfe von Entzugstabletten, welche aber sehr starke Nebenwirkungen aufweisen, geschafft, mit dem Rauchen aufzuhören. Die meisten Buerger-Patienten nehmen dann lieber Amputationen in Kauf, anstatt dem Nikotin zu entsagen.

Und die Amputationen kommen schneller als einem lieb sein kann. Es beginnt mit den äußeren Extremitäten wie Fingern und Zehen, geht weiter über Hände und Füße sowie in selteneren Fällen Unterarme und Unterschenkel. Das legen von Bypässen in den äußeren Extremitäten gestaltet sich äußerst schwierig bis unmöglich.

 

Symptome:

Kalte Fingerspitzen und kalte Zehen mit gleichzeitiger, bläulicher Verfärbung der Extremitäten. Treten diese Symptome innerhalb kürzerer Zeit auf und lassen bei Einnahme von Arterien-erweiternden Mittel wie z.B. Nitro-Spray wieder nach, sind weiter Untersuchungen in Richtung Buerger-Syndrom unerlässlich.

Weiteres Symptom ist die sogenannte Schaufensterkrankheit, d.h. man kann eine gewisse Strecke laufen und muß dann wegen Schmerzen oder Krämpfen in den Fußsohlen eine Weile stehenbleiben. Damit das nicht so sehr auffällt, halten sich die Betroffenen dann halt, wenn möglich, vor den Auslagen der Geschäfte auf, daher auch der Name Schaufensterkrankheit.

 

Behandlung:

Als wichtigster Punkt zum Stoppen der Krankheit ist sofortiger Nikotinentzug. Desweiteren viel Bewegung an frischer Luft und auch die Einnahme adererweiternder Medikamente.

Ebenso hilfreich hat sich die Behandlung mit Acetylsalicylsäure oder auch Cortisonhaltigen Medikamenten zur Entzündungsbekämpfung erwiesen.

 

Verbindung mit anderen Erkrankungen:

 

Folgendes ist eine persönliche Vermutung des Autors.

 

Aufgrund des gleichzeitigen Auftretens des Buerger-Syndroms und ganzkörperlichen Gelenkschmerzen habe ich den Verdacht, das zwischen der Entzündung der Blutgefäße und der noch nicht 100% bestätigten Poly-Athritis ein Zusammenhang besteht, also das die Athritis durch die Entzündung in den Blutgefässen entstanden ist und auch noch begünstigt wird. Auch die Ärzte können diese Theorie nicht ganz ausschließen.

 

Die Athritis, Poly-Athritis

 

Die Athritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung einzelner Körpergelenke, die Poly-Athritis hingegen ist die entzündliche Erkrankung sehr vieler bis aller Körpergelenke.

Die Ursachen einer Athritis sind bis heute nicht bekannt, jedoch die Auswirkungen. Wird eine Athritis nicht rechtzeitig und richtig behandelt, kann es zu einer kompletten Zerstörung der betroffenen Gelenke führen.

Die Behandlung einer Athritis erfolgt ein Leben lang mit den geeigneten Medikamenten.

Bei mir ist die Athritis, nachdem man 15 Monate lang keine vernünftige Diagnose betreffend meiner Bewegungsschmerzen stellen konnte, zusammen mit dem oben beschriebenen Buerger-Syndrom aufgetreten. Aus diesem Grund vermute ich persönlich einen Zusammenhang beim Auftreten beider Krankheiten, da es sich bei beiden um Entzündungskrankheiten handelt.

Medikamente

 

Nicht Opioide Schmerzmittel

 

Ibuprofen

 

Als gut verträgliches und recht wirksames Schmerzmittel habe ich das Ibuprofen kennengelernt. Früher habe ich immer gesagt, es sei mein Wundermittel, es hilft gegen Schmerzen, Kater und schlechte Laune. Die gute Verträglichkeit mag durch die Körperähnlichen Wirkstoffe bedingt sein. Bei der Einnahme bis zur Tageshöchstdosis von 2.400 mg habe ich bislang keinerlei Nebenwirkungen feststellen können.

 

Opioide/Morphinhaltige Schmerzmittel

 

MST Continus

 

Hierbei handelt es sich um ein Schmerzmittel mit dem natürlichen Wirkstoff Morphiumsulfat. Es handelt sich um Retard-Tabletten, deren Wirkung sich über einen Zeitraum von 12 Stunden erstreckt. Aus diesem Grund dürfen sie auch nur alle 12 Stunden eingenommen werden, um eine Überdosierung zu vermeiden.

MST-Continus gibt es in folgenden Dosen: 5mg, 10mg, 15mg, 30mg, 60mg, 100mg und 200mg.

Ich persönlich muß die Wirkung dieses Medikaments im Vergleich mit den Nebenwirkungen als recht mittelmäßig einstufen. Die Ärzte und auch die Pharmaindustrie verharmlosen meiner Meinung nach die Gefährlichkeit dieser Medikamente. So heißt es, dass bei sachgemäßer Einnahme eine Abhängigkeit ausgeschlossen werden kann. Dies ist aber schlichtweg nicht wahr. Selbst beim Ausschleichen bekomme ich in den zwei Tagen nach der Reduktion der Pillen Entzugserscheinungen. Und das es sich um Entzugserscheinungen handelt, habe ich mir von "erfahrenen" Drogenabhängigen in diversen Drogenentzugsforen bestätigen lassen. Außerdem können bei diesem Medikament starke Nebenwirkungen auftreten. Bei mir sind das Depressionen und Atembeschwerden. Die Atembeschwerden gingen bei meiner Höchstdosis von 320mg/Tag bis hin zu kurzzeitigem, nächtlichem Atemstillstand, wodurch ich jedesmal zum Glück wach geworden bin. Darauf hin hat mir mein Arzt ein Beruhigungsmittel verschrieben, bzw. bei einem bereits verschriebenen die Dosis erhöht, bis ich erfahren habe, das diese Art Beruhigungsmittel schnell süchtig macht. Diese Suchtgefahr habe ich aber nur durch Zufall in einem belanglosen Gespräch erfahren, von meinem Arzt in keiner Silbe. Mehr dazu unter Beruhigungsmittel.

 

Fentanyl-Pflaster

 

Fentanyl ist ein synthetisches Narkotikum welches als Notfallmedikament, als Narkotikum bei Operationen sowie als Schmerzmittel als transdermales Pflaster angewendet werden kann. Die neueste Darreichungsform von Fentanyl gibt es als Nasenspray.

Fentany-Pflaster müssen 72 Stunden auf der Haut verbleiben und dürfen erst dann gewechselt werden. Andere, gleichzeitig genommene Opioide können die Wirksamkeit verringern.

Fentanyl ist etwa 100 mal so stark wie Morphium und die Wirkung wird in der Regel in kürzester Zeit, also in wenigen Minuten erreicht.

Die Nebenwirkungen von Fentanyl sind in etwa die gleichen wie bei Morphium-Präparaten.

Meine Erfahrungswerte mit Fentanyl-Pflastern waren eher negativer Natur. Als sehr positiv zu werten war die Schmerzbekämpfung. Innerhalb weniger Minuten war ich vollkommen schmerzfrei. Aus diesem Grund kann dieses Schmerzmittel für Patienten empfohlen werden, die nicht so stark unter Nebenwirkungen leiden. Bei mir jedoch waren die Nebenwirkungen so stark, das sie nicht in Relation zur Wirkung des Medikaments standen. Ich hatte äußerst starke Depressionen, welche nicht zu unterdrücken waren, starke Übelkeit die auch durch ein gutes Medikament nicht zu bekämpfen waren und eine absolute Schlaflosigkeit. Aufgrund dieser Nebenwirkungen habe ich das Medikament umgehend wieder abgesetzt.

Beruhigungsmittel

 

Lorazepam:

 

Lorazepam ist ein Beruhigungsmittel aus der Gruppe der Benzodiazepine. Jedoch ist dieses Medikament mit Vorsicht zu geniessen, da eine sehr hohe Abhängigkeitsgefahr besteht. Über diese Gefahr hat mein Arzt mich mit keiner Silbe informiert. Ohne es zu wissen und weil man seinem Arzt ja vertrauen soll ( wovon ich bei Medikamentenkonsum jedem abrate) habe ich Lorazepam über Monate eingenommen, ohne zu wissen, das es sich um einen Tranquilizer handelt, die ich eigentlich gar nicht benötigt habe. Erst als ich wegen meiner Atempanik beim Arzt wegen einem Beruhigungsmittel angefragt hatte, erfuhr ich, das es sich hierbei um eines handelt. So hat der Arzt einfach die Dosis verdoppelt, bis ich zufällig von der Suchtgefahr erfahren habe. Sofort habe ich beschlossen, das Medikament auszuschleichen. Da die Dosis aber bislang nur 1mg betrug, mußte ich mit einem anderen Medikament hantieren, und zwar Diazepam, wobei 1mg Lorazepam 10 mg Diazepam gleichzusetzen sind.

 

Diazepam

 

Bei Diazepam handelt es sich um ein Beruhigungsmittel, welches ebenfalls ein Benzodiazepin ist, aber in leichterer Form wie Lorazepam. Daher wird es unter anderem auch genutzt, um langfristig eingenommenes Lorazepam auszuschleichen. Ich bin vorgegangen wie folgt: Von 1mg/ Lorazepam/Tag auf 10mg/Diazepam/Tag. Dann habe ich die Dosis wöchentlich um 2mg/Tag reduziert bis auf null.

Das fatale an den Benzodiazepinen ist, dass irgendwann die Wirkung nachlässt und die Dosis erhöht werden muß.

 

Bei nicht ganz so starken Problemen habe ich sehr gute Erfahrungen mit natürlichen Wirkstoffen wie Baldriantropfen oder Beruhigungstees gemacht

Medikamente zur Erweiterung der Blutgefäße

 

Lofton

 

Lofton ist ein Medikament zur Erweiterung der Arterien. Dies soll z.B. beim meinem Buerger-Syndrom zur besseren Durchblutung dienen.

 

Daflon500

 

Hierbei handelt es sich um ein Mittel zur Venenerweiterung.

 

Gute Medikamente, aber stiefkindlich behandelt, da man die Wirkung nicht primär sondern nur sekundär spürt. Wie in meinem Beispiel: Im ersten Winter nach meiner Erkrankung bin ich bis ins Frühjahr hinein (und ich wohne in Spanie !!!!!!) mit dicken Handschuhen herumgelaufen, sehr zum Gespött der Leute. Nach der regelmäßigen Einnahme beider obiger Medikamente (und natürlich die Nikotinkarenz) brauchte ich diesen Winter schon keine Handschuhe mehr. Klar, bei Temparaturen nahe dem Gefrierpunkt werde nach einiger Zeit die Fingerspitzen noch leicht blau, aber lange nicht mehr so stark.

 

Nebenwirkungen durch diese beiden Medikamente sind mir bewußt keine aufgefallen.

Entzündungshemmer/Cortison

 

Dacortin5/ Dacortin30

 

Bei diesen Mitteln handelt es sich um Cortisonpräparate. Cortison ist ein vielgerühmtes "Wundermittel", welches zwar sehr gute Wirksamkeit besitzt, aber auch mit Vorsicht handzuhaben ist. Beim Cortison handelt es sich um ein körpereigenes Präparat, welches in der Nebennierenrinde produziert wird. Nimmt nun der Körper z.B. durch Tabletten erhöht externes Cortison auf, stellen die Nebennieren ziemlich schnell die Produktion von Cortison ein. Daher darf eine Cortisondosis auch nur schleichend wieder abgesetzt werden, da es sonst zur Schädigung der Nebennieren kommen kann.

Personen die dauerhaft Cortison einnehmen müssen, sollten einen Cortisonausweis mit sich führen, damit im Falle eines Unfalls die Helfer sofort Bescheid wissen.

 

Eigene Erfahrungen beim Reduzieren der Cortisondosis. Mein Arzt hat mir nach meiner vierwöchigen Cortisonkur das Ausschleichen wie folgt verordnet: Von 30mg morgens und 30mg abends auf

1.Woche 30+20

2.Woche 30+10

3.Woche 30+ 0

4.Woche 20+ 0

5.Woche 10+ 0

6.Woche 7,5+ 0

7.Woche 5 + 0

6.Woche 2,5+ 0

Ende

Je nachdem, ob und wie stark die Entzugserscheinungen auftreten, kann man in Rücksprache mit seinem Arzt die Reduktion der 10er-Schritte auch halbieren, dafür dann aber alle 3 Tage reduzieren.

 

Bei nicht so sehr starken Entzündungen haben sich auch Iboprufen-Präparate bewährt.

 

 

 

 

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